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31. Januar 2018 - Cloppenburg

Alkohol- und Nikotinprävention setzt früh an

LFS Cloppenburg: In Zusammenarbeit mit Katharina Deeken von der Fachstelle für Suchtprävention der Stiftung Edith Stein, mit Kriminalhauptkommisar Harald Nienaber als Beauftragten für Jugendsachen der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta, mit Irmgard Rolfes und  Jürgen Landwehr vom Kreuzbund , mit Susanne Schlitt in ihrer Funktion als Präventionsbeauftragte der Schule sowie mit ausgebildeten Ansprechpartner (Peers) aus dem Jahrgang 10 konnten die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 7 sich mit dem Thema Nikotin und Alkohol auseinandersetzen.

Schülerinnen an einer Station des Präventionsparcours. Sie trägt eine Skibrille, die 0,8 Promille imitiert.

"Talk-Show"-Station: Mit kleinen Bildtafeln werden Konfliktsituationen erdacht, in denen Alkohol eine Rolle gespielt hat (Streit, Unfall, Kontrollverlust, ...)

Die Schülerinnen und Schüler bekamen dabei einen umfassenden Einblick in die Problematik mit diesen legalen Suchtmitteln. So berichtete Herr Landwehr offen und ehrlich von seinen Erfahrungen als Abhängiger und konnte anschaulich machen, wie leicht Abhängigkeit entsteht und wie kompliziert das Leben dann wird. 

KHK Harald Nienaber erläuterte aus polizeilicher Sicht die Gefahren im Umgang mit Alkohol, der die Hemmschwelle, Straftaten zu begehen, im Rausch drastisch sinken lässt und durch den man umgekehrt betrunken wesentlich leichter Opfer einer Straftat wird. Weiterhin ging Nienaber auch auf den Aspekt der Internetkriminalität ein, der für Jugendliche inbesondere im Bereich der illegalen Downloads oder des Cybermobbings liegt.

Frau Deeken konte anhand anschaulicher interaktiver Stationen verschiedene Aspekte der Nikotin- und/oder Alkoholabhängigkeit beleuchten. Die sechs Stationen wurden dabei von jeweils zwei oder drei Peers aus dem Jahrgang 10 betreut. So sollten die Schülerinnen und Schüler beispielsweise eine reizvolle und anregende Werbung für ein alkoholisches Getränk entwerfen, sodass ihnen vor Augen geführt werden konnte, mit welchen Werbebotschaften die Marketingabteilungen zum Kauf verleiten. Oder mittels einer speziellen Brille konnten die Einschränkungen von 0,8 Promille Blutalkohol imitiert werden.

Daneben gab es auch einen Informationsabend für die Eltern, der das Programm abrundete und diesen wertvolle Tipps und Hinweise gab, ihre Kinder zu schützen und zu unterstützen.

Das intensive Programm konnte innerhalb eines Vormittags durchlaufen werden und führte den Schülerinnen und Schülern anschaulich, aber zugleich auch lustig, die negativen Effekte von Alkohol und Nikotin vor Augen. So wird keiner der Teilnehmer am Ende mit verkniffenen Mund "Pfui, Alkohol" sagen, sondern eher mit einem Schmunzeln "Alkohol? Ich kenne die Grenzen."

Markus Stindt