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02. Dezember 2014 - Cloppenburg

Ein Türsteher ist nicht nötig

Weihbischof Heinrich Timmerevers besucht Marienschule

Ein Türsteher, der die Mitschüler - wie zu seiner Schulzeit in den 1960er und 1970er Jahren - vor dem nahenden Lehrer warnt, ist in der Marienschule offensichtlich nicht mehr nötig. Dass sei ihm beim heutigen Besuch der Marienschule klar geworden, sagte Weihbischof Heinrich Timmerevers heute im Gottesdienst in der St. Josefs-Kirche vor 674 Kindern der kirchlichen Oberschule.

Das Foto zeigt Schulleiterin Christine Döpke und die Schülersprecher Niklas Thunert, Jonas Witt, Lea Darlinghaus und Lena Backhaus mit Weihbischof Heinrich Timmerevers

Schulleiterin Christine Döpke und die Schülersprecher Niklas Thunert, Jonas Witt, Lea Darlinghaus und Lena Backhaus überlegen mit Weihbischof Heinrich Timmerevers, was ihnen aus dem neuen Pausenladen wohl am besten schmecken würde (v.l.)

Das sogenannte „Übende Lernen“, das er in der ersten Schulstunde kennengelernt habe, brauche keine Aufpasser mehr.

Die Fünftklässler, die in diesem Schuljahr erstmals das Übende Lernen mitmachen, äußern sich auf Rückfrage des Weihbischofs sehr positiv über diese neue Arbeitsform. Zwei Stunden pro Tag steht es künftig bei Fünft- und Sechstklässlern auf dem Stundenplan, erklärt Schulleiterin Christine Döpke. Die Schüler können dabei selbst bestimmen, mit welchem Fach sie sich beschäftigen und wie sie sich ihm nähern wollen. Die Lehrkräfte begleiten sie nur behutsam. Deutsch, Mathematik, Englisch oder ein anders Lieblingsfach – alles ist erlaubt. Vier Lehrer stehen dabei für drei Klassen zur Verfügung. „Die Mehrkosten im Personalbereich übernimmt das Offizialat“, dankt Döpke dem Weihbischof. Trotz der Auflösung des Klassenverbandes, trotz offener Türen und trotz des niedrigen Alters der Schüler und ihres hohen Bewegungsdrangs – der Geräuschpegel ist niedrig, alle sprechen im Flüsterton, niemand tobt herum. In der siebten und achten Klasse gibt es in der Ganztagsschule später das sogenannte „Selbständige Lernen“, die beiden letzten Jahrgänge arbeiten dann im „Eigenverantwortlichen Lernen“.

Beim Gang durch die Schule, die überall noch von Baustellen gezeichnet ist, zeigen die Schülersprecher aus der fünften und zehnten Klasse und Schulleiterin Döpke ihrem Gast die schon fertigen und die geplanten Elemente der Schule. Die Klassenräume, Lehrerzimmer und der Verwaltungstrakt sind weitgehend fertig, andere Räume wie die Bibliothek, ein Billardzimmer, Aufenthaltsräume oder der Meditationsraum sind bald nutzbar. Mit der Mensa wird es wohl noch bis Ende des nächsten Jahres dauern, erklärt Döpke, doch mit der Verköstigung im nahen Hotel Taphorn hätte die Schule eine gute Zwischenlösung gefunden. Freuen können sich die Schüler auch auf ihren genossenschaftlich organisierten Schülerladen. Genosse wird, wer in der 9. Klasse das Profil Wirtschaft wählt. Schülersprecher Jonas Witt aus der zehnten Klasse ist einer von ihnen, er ist sogar im Vorstand der Genossenschaft. Seine Zuständigkeit: Personal. Gute Leute „einstellen“. Schlechte rausschmeißen musste er bisher noch nicht.

Ludger Heuer/ Pressestelle Bischöflich Münstersches Offizialat