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26. Juni 2015 - Vechta

Ferrari unter den Landkreisschulen

Ludgerus-Schule erfährt bei Jubiläum viel Lob und Anerkennung: Ein 40-jähriges Jubiläum käme ihm vor wie ein Panikjubiläum. So etwas feiere man, wenn man nicht wüsste, ob das 50. noch komme, scherzte Weihbischof Heinrich Timmerevers heute zu Beginn des Gottesdienstes zum 40-jährigen Jubiläums der Ludgerus-Schule.

Prominente beim Gruppenbild

v.l. Heinz-Georg gr. Holtaus (Schulleitung), Konrektor René Partmann, Prof. Dr. Franz Bölsker (Leiter der Schulabteilung des Offizialats), Alexandra Lück-Seidel (Mitarbeiterin der Schulabteilung), Schulrat i.K. Heinrich Blömer, Weihbischof Heinrich Timmerevers, Berna Kleine Hillmann, Lutz Straatmann, stellvertretender Landrat Josef Schlarmann und Bürgermeister Helmut Gels.

Doch er sei sich sicher, dass diese Schule auch ihr 50-Jähriges feiern könne. Neben ihm am Altar standen mit Visbeks Dechant Hermann-Josef Lücker, Br. Johannes Tebbe, Prior des Benediktinerklosters Nütschau, und dem Salvatorianerpater Lambertus Schildt drei Absolventen der alten Hauptschule, die sich mit herzlichen Worten für die Begleitung und Prägung bedankten, die sie hier erlebt hatten. Dem Gottesdienst wohnten ca. vierhundert geladene Gäste bei. Wie es sich für ein Geburtstagskind gehört, wurde die Schule anschließend von vielen Rednern mit Lob und Anerkennung überhäuft.

In keinem anderen System gebe es konstant so viele Veränderungen wie im Schulsystem, sagte Timmerevers. „Doch diese Schule hat immer inmitten der Kirche gestanden und dafür danke ich den Lehrkräften ganz besonders.“ Hier sei immer der Glauben verkündet, gefeiert und bezeugt worden, Lehrer, Eltern und Schüler würden eine Glaubensgemeinschaft bilden. Das Evangelium dürfe nicht nur mit Worten, sondern müsse auch mit Taten bezeugt werden, unterstrich der Weihbischof, der die Schule ausdrücklich für das Engagement für Flüchtlingskinder lobte. Einen herzlichen Dank sprach Schulleiterin Berna Kleine Hillmann an den Schulträger, das Bischöflich Münstersche Offizialat, aus. Eine gebundene Ganztagschule zu unterhalten sei sehr teuer. „Ich weiß, wir sind nicht immer ganz einfach, aber wir haben immer alles genehmigt bekommen“, sagte sie. Und sie dankte auch dem Landkreis Vechta als Eigentümer der Immobilie. „Sie sind ein toller Vermieter“, sagte sie unter Gelächter der Anwesenden zum stellvertretenden Landrat Josef Schlarmann. „Sie haben unser Haus auf Hochglanz  gebracht und lassen sich sonst nicht blicken“. 1975 sei die Schule von einer öffentlichen in eine kirchliche Hauptschule umgewandelt worden, erklärte sie. Zwei Jahre später hatte sie ihren heutigen Namen bekommen. 678 Schüler hätten die Schüle damals besucht, wenige Jahre später seien es über 1000 gewesen. Heute sind es noch 505. 2007 wurde hier das Projekt Schule: „Weil Du so wertvoll bist“ eingeführt. Weihbischof Timmerevers habe ihr damals den dafür nötigen Vertrauensvorschuss gewährt. Seit 2103 ist die Schule eine Oberschule.Wegen diesem Projekt, das Schüler mehr fördert als herkömmlich üblich, sprach der stellvertretende Landrat Josef Schlarmann von einer Pädagogik auf der Höhe der Zeit. Das Kollegium verstehe seinen Bildungsauftrag umfassend. Bürgermeister Helmut Gels sprach von einer anerkennenswerten Jubeleinrichtung, „auf die wir als Bürgerinnen und Bürger der Stadt Vechta stolz sind“. Toppen ließ sich das nur noch von Schülersprecher David Put. Kürzlich habe ihm Mann, den er nicht kannte, der aber wichtig ausgesehen habe, gesagt: „Diese Schule ist der Ferrari unter den Schulen im Landkreis.“ Dieser Einschätzung, so Put, könne er sich nur anschließen. Die Kirche leiste mit ihren Schulen einen unverzichtbaren Beitrag zur Wahlfreiheit in der Schullandschaft, betonte Lutz Stratmann, niedersächsischer Bildungsminister a.D. und jetzt Kuratoriumsvorsitzender der Bischöflichen Förderstiftung „Zukunft durch Bildung“, in seiner Festrede. Der Staat könne das gar nicht leisten. Unsere Grundordnung wünsche sogar Pluralität an Schulen, die durch verschiedene Weltanschauungen geprägt seien, machte er klar. Die Möglichkeit, Schüler und Lehrer frei wählen zu können, sei ein hohes Gut einer Privatschule.

Morgen feiert die Ludgerus-Schule einen Tag der offenen Tür und ein Ehemaligentreffen. Zu Schulgeschichte ist die Festschrift „40 Jahre Ludgerus-Schule - Rückblicke, Augenblicke, Ausblicke“ erschienen.

Ludger Heuer