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04. Juli 2019 - Vechta

„Hei kann ja doch wat“

BBS Marienhain verabschiedet Schulleiter Hartmut Pille – Gabriele Grieshop wird Nachfolgerin

Über zwei rote Teppiche, die im Laufschritt gewechselt wurden, und durch ein Spalier klatschender Schülerinnen und Schüler, die ihm Grüße und Wünsche zusteckten, gelangte Hartmut Pille an seinem letzten Schultag von der Heilig Geist Kirche zu seinem Arbeitsplatz.

Predigt im Gottesdienst

In der Predigt dankte Weihbischof Theising Hartmut Pille

Auf roten Teppichen

Durch ein Spalier klatschender Schüler und über zwei rote Teppichen schritt Hartmut Pille mit seiner Frau Hannelore von der Kirche zur Schule

Sektpause

Sektpause, v.l. Georg Hachstette, Hartmut Pille mit seiner Frau Hannelore Lenz-Pille, Stefan Hackmann

Laudatio von Georg Hackstette

Laudatio von Georg Hackstette

Silbernen Ehrenmedaille für Hartmut Pille

Weihbischof Wilfried Theising zeichnet Harmut Pille mit der silbernen Ehrenmedaille aus

Ernennungsurkunde für Dr. Garbiele Grieshop

Heinrich Blömer übergibt Dr. Garbiele Grieshop ihre Ernennungsurkunde

Dank an Pilles

v.l. Heinrich Blömer (Vorstand Schulstiftung), Weihbischof Wilfried Theising, Hartmut Pille, Hannelore Lenz-Pille und Uwe Kathmann (Vorstand Schulstiftung)

Dank an die beiden Schulleiter

v.l. Uwe Kathmann (Vorstand Schulstiftung), Weihbischof Wilfried Theising, Dr. Gabriele Grieshop, Hartmut Pille, Heinrich Blömer (Vorstand Schulstiftung)

Dank an Ehepaar Grieshop

v.l. Uwe Kathmann (Vorstand Schulstiftung), Weihbischof Wilfried Theising, Dr. Gabriele Grieshop mit ihrem Mann Wolfgang, Heinrich Blömer (Vorstand Schulstiftung)

Forever young

Forever young

Abschlussdank von Hartmut Pille

Abschlussdank von Hartmut Pille

35 Jahre hatte er an den berufsbildenden Schulen Marienhain gearbeitet. Erst als junger Assessor, dann als Abteilungsleiter, seit 1996 als Schulleiter und Oberstudiendirektor. Mit einem Festgottesdienst und einem mehrstündigen Festakt verabschiedeten sich das Kollegium und die Schülerschaft von ihm. Für ihn sei es „die schönste Schule der Welt“, hatte er immer gesagt.

„Wir wissen alle, was wir an Ihnen haben“, sagte Weihbischof Theising im Gottesdienst zu dem Geehrten. „Sie waren ein Schulleiter, auf dem man sich verlassen kann und der einem den Rücken stärkt“. Hartmut Pille habe den Geist der Schwestern Unser Lieben Frau, die die Schule lange als Träger begleitet hatten, weitergeführt. „Sie waren ein Multiplikator der Nächstenliebe und haben sich der Aufgabe verschrieben, Persönlichkeiten für das Berufsleben heranzubilden.“ Pille habe immer alles mit Herz und Begeisterung gegeben.

Als Zeichen der Anerkennung überreichte ihm Theising beim anschließenden Festakt in der Mehrzweckhalle die silberne Ehrenmedaille des Bischöflich Münsterschen Offizialates. Neben vielen Lehrkräften und Schülern waren auch Vertreter der Stadt und des Landkreises Vechta, Schulleiter und Schwestern Unser Lieben Frau anwesend.

Hartmut Pille hatte 1984 als Assessor seinen Dienst an der BBS angetreten, sagte Heinrich Blömer, Vorstand der Schulstiftung St. Benedikt, in seiner Dankesrede. „35 Jahre lang hast Du die Geschicke dieser Schule geprägt und dich dabei immer vom Vorbild der Schwestern, später von deren Erbe und Tradition leiten lassen“, dankte er ihm.

Pille sei ein Alleskönner, bescheinigte ihm sein Stellvertreter Georg Hackstette. Seine Ernennung zum Schulleiter sei „ein absoluter Glücksfall für das Marienhain gewesen“. Pille sei nie autoritär und immer für alle ansprechbar gewesen. „Er hat viele junge Menschen auf den richtigen Weg gebracht oder sie auf diesen zurückgeholt.“ Sein soziales Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Schülerinnen und Schülers sei grenzenlos gewesen.

Er sei ein Garant für Zuverlässigkeit, Integrität, Ehrlichkeit und Menschlichkeit gewesen und hinterlasse seiner Nachfolgerin große Fußstapfen, sagte Hackstette. Nicht umsonst zitierte Moderator Stefan Hackmann einen Spruch von Pilles Mutter über ihn, den der Schulleiter hin und wieder zum Besten gegeben hatte: „Hei kann ja doch wat.“

Als Nachfolgerin von Hartmut Pille begrüßte Blömer Dr. Gabriele Grieshop (49). Die Vestruperin hatte nach ihrem Abitur an der Vechtaer Liebfrauenschule in Hannover Mathematik studiert und sich 2010 promoviert. 2007 bis 2016 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Vechta, 2016 wechselte sie an die Universität Oldenburg. Parallel hatte sie an der BBS Marienhain unterrichtet und auch Fortbildungen für Grundschullehrkräfte abgehalten.

„Wir wissen alle, wie schwierig es heute ist, Kandidatinnen und Kandidaten für die Leitung von Schulen zu gewinnen. Zu groß ist offensichtlich die mit der Übernahme einer solchen Aufgabe verbundene Verantwortung“, sagte Blömer. Umso mehr freue er sich, dass sich Gabriele Grieshop dieser Aufgabe stelle. Es mangele wahrlich nicht an Herausforderungen. „Aber wir sind davon überzeugt, dass Sie diese Aufgaben gemeinsam mit Ihrem Schulleitungsteam und den Kolleginnen und Kollegen mit großer Verantwortung, aber auch der notwendigen Tatkraft, angehen werden.“

Ludger Heuer