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07. Juli 2015 - Vechta

Partei ergreifen für Flüchtlinge

Schülerinnen der Liebfrauenschule Vechta besuchen das Offizialat

„Zweifelt man als Weihbischof eigentlich auch mal an seinem Glauben?“ wollte Eva (15), Liebfrauenschülerin aus Vechta, von Weihbischof Heinrich Timmerevers wissen. Zusammen mit weiteren 15 Schülerinnen der Liebfrauenschule besuchte sie im Rahmen ihres Religionsunterrichts am vergangenen Donnerstag das Offizialat. Bereits zum dritten Mal hatte Religionslehrerin Schwester Renate mit einer Lerngruppe ihrer Schule diesen Besuch organisiert. „Es ist wichtig, dass die Schülerinnen Kirche in ihrer Heimat als lebendig erleben.“ Dafür sei das Offizialat das beste Beispiel, sagte sie.

Weihbischof Timmerevers in der Offizialatskapelle
Weihbischof Timmerevers hinter dem Altar der Offizialatskapelle

Schülerinnen der Liebfrauen Schule Vechta kamen in der Offizialatskapelle mit Weihbischof Timmerevers ins Gespräch.

Zu Beginn präsentierte Christian Gerdes, persönlicher Referent des Weihbischofs, die Struktur und Aufgabenfelder des Offizialates. Exemplarisch verdeutlichte er den Schülerinnen, in welchen Bereichen das Offizialat tätig ist. „Wenn ich an das Offizialat denke, denke ich eigentlich immer an Organisation. Hier wird alles geregelt und festgelegt“, sagte Pia. Gerdes stellte jedoch heraus, dass das Offizialat nicht alles allein bestimme: „Wir geben nicht alles vor, sondern arbeiten subsidiär, das heißt helfend“, erklärte er den Schülerinnen.

Im Anschluss ging es in die Kapelle des Offizialats. Hier hatten die Schülerinnen die Möglichkeit, mit Weihbischof Timmerevers ins Gespräch zu kommen. So wollten sie wissen, was ihn zum Glauben gebracht hat. Timmerevers berichtete von einer großen Faszination für den Glauben, besonders für das Priesteramt. „Ich war nach dem Abitur zwar nicht sicher, ob Priester sein etwas  für mich ist, doch ich musste es unbedingt ausprobieren. Ich dachte: Wenn es nichts für mich ist, dann wird mir der liebe Gott das schon zeigen. Doch ich habe gemerkt: das ist es!“

Neben persönlichen Fragen zum Glauben interessierten sich die Schülerinnen auch für die Meinung des Weihbischofs zu aktuellen Themen wie beispielweise der Flüchtlingspolitik. Dabei machte ihnen Timmerevers klar, dass sie selbst einen großen Dienst leisten würden, wenn sie Partei für die Flüchtlinge ergreift würden. „Denn sie haben alles verloren.“ Dabei sei es wichtig, Vorurteile abzubauen und auf die Menschen zuzugehen.

Eva-Maria Dorgelo