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02. Mai 2019 - Vechta

Ruhige Atmosphäre trotz offener Klassenzimmer

Weihbischof besucht Ludgerusschule

„Wir mögen ja einige Probleme in der Kirche haben, aber unsere Schule gehören ganz bestimmt nicht dazu“, zeigte sich Weihbischof Wilfried Theising heute bei seinem Besuch der 1975 gegründeten Ludgerusschule zufrieden. Als Vorsitzender des Stiftungsrates der Schulstiftung St. Benedikt wollte er sich einen tieferen Einblick in die kirchliche Oberschule verschaffen. Dafür traf er sich bei seinem mehrstündigen Besuch zu Gesprächen mit der Schulleitung, dem Lehrerkollegium, Schüler- und Elternvertretern. Zeigen ließ er sich auch den Unterricht mehrerer Jahrgangsstufen.

Weihbischof mit Schülern

Weihbischof Wilfried Theising ließ sich beim Offenen Lernen in der 5a von Schülern den Unterrichtsstoff erklären. Mit dabei die Englischlehrerin Anne Heemann-Singe.

Weihbischof mit Schülern

Weihbischof Wilfried Theising zeigte sich in der 6a beeindruckt von der Disziplin der Lerngruppen beim Offenen Lernen. Mit dabei die Englischlehrerin Birgit Jarszick.

Bei seinem Besuch der fünften und sechsten Klassen zeigte sich Theising beeindruckt von der ruhigen Atmosphäre des „offenen Lernens“. Trotz offener Klassenzimmertüren saßen die Schülerinnen und Schüler ruhig auf ihren Plätzen. Wer Fragen hatte, ging zu den Lehrkräften hin. Dieses Konzept sei 2007 in den vier Oberschulen der Schulstiftung eingeführt worden, erklärte Schulleiter Rektor Clemens Feldhaus seinem Gast. In den beiden ersten Stunden würden die beiden unteren Jahrgänge jeden Tag so arbeiten. Statt eines Stundenziels gäbe es für alle Fächer Wochenziele. „Schafft ihr Eure Vorgabe in dieser Woche?“ wollte Theising von den Kindern wissen. „Klar“, signalisierten ihm einige Jungs ganz souverän. „Und sonst kommt noch etwas Druck rein“, lachte Bärbel Meurer, Klassenlehrerin der 6a. Das offene Lernkonzept habe sich sehr bewährt, erklärte Feldhaus, benötige jedoch auch mehr Lehrpersonal als der klassische Frontalunterricht. Das immer wieder finden, sei nicht einfach, räumte er ein. Vor allem, wenn es um Lehrpersonal für den inklusiven Unterricht gehe. Knapp 60 Lehrkräfte stehen ihm für 508 Jugendliche in 20 Klassen zur Verfügung.

„Die Schulen unserer Schulstiftung haben einen hervorragenden Ruf“, sagte Theising im Gespräch mit dem Lehrerkollegium in der großen Pause. „Sie prägen für Jahrzehnte das Leben der Schuler“, dankte er den Lehrkräften ausdrücklich für ihren guten Dienst. Schüler könnten es oft erst viele Jahre später ermessen, was ihnen die Schule gebracht habe, sagte der Weihbischof, der ursprünglich auch Lehrer habe werden wollen. Auf dem Arbeitsmarkt hätten die Absolventen der Ludgerusschule alle guten Chancen, bestätigte ihm Schulleiter Feldhaus. Ein Teil würde jedoch auch weiterführende Schulen besuchen.

Ludger Heuer