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08. September 2014 - Cloppenburg

Umbau für 8,5 Mio Euro

Marienschule wird gebundene Ganztagsschule

Noch sind überall Handwerker, Bagger stehen herum, Fassaden werden aufgebohrt, Fenster eingebaut, Baumaterial stapelt sich vor den Gerüsten. Das Gelände um die Marienschule ist eine Großbaustelle.

Das Gelände um die Marienschule ist eine Großbaustelle

Schulrat i.K. Heinrich Blömer, Architektin Maria Riesenbeck, Rektorin Christine Döpke und Uwe Kathmann, stellv. Finanzdirektor des bischöflich Münsterschen Offizialats (v.l.), mit dem Plan des neuen Klassentrakts und auf der Baustelle der Marienschule

Und dennoch: Der Klassentrakt ist von innen schon fertig, morgen beginnt die Endreinigung. Obwohl erst Ende des letzten Schuljahres mit dem Umbau der neuen Oberschule begonnen wurde, kann der Betrieb zum Schuljahresanfang in zwei Tagen wieder starten. Dass alles so schnell und reibungslos abgelaufen ist, ist vielen Menschen zu verdanken. „Wir haben eine tolle Bauleitung und klasse Handwerksfirmen“, sagte Schulrektorin Christine Döpke heute bei einem Pressetermin. Die Planung der Gesamtmaßnahme liegt beim Oldenburger Architekturbüro Göken und Henkel, die Baufirmen kommen alle aus der Region.

Auch Uwe Kathmann,  stellvertretender Finanzdirektor des Bischöflich Münsterschen Offizialats, lobte das Zusammenspiel aller Beteiligten. „Die Stimmung ist gut, wir sind voll im Zeitplan und vor allem im Kostenplan“.  Bis zum 1.8.2015 soll die gesamte Maßnahme abgeschlossen sein, der alte Schulstandort an der Kirchhofstraße wird dann aufgegeben. Die Schule wird danach kaum wieder zu erkennen sein und bietet dann alle baulichen Voraussetzungen für eine gebundene Ganztagsschule. Die ersten Bauabschnitte  beinhalten den Umbau des ehemaligen Kinderartens St. Josef zu Fachräumen, die Neugestaltung der Verwaltung und der Jahrgangsbereiche und die Neugestaltung der Außenfassade. In weiteren Bauabschnitten wird im Innenhof der Schule eine Mensa mit Fachräumen für Musik und Hauswirtschaft entstehen, die Außenanlagen werden gestaltet und Am Dornkamp ein kleiner Busbahnhof eingerichtet, erklärte Maria Riesenbeck, Architektin am Offizialat. Bis die Mensa fertig ist, bekommen die Schüler jeden Tag ihr Essen im Hotel Taphorn.

Bei 8,5 Mio. Investitionssumme ist das Bauprojekt zurzeit das größte im ganzen Offizialatsbezirk. Mit 700.000 bzw. 557.000 Euro beteiligen sich die Stadt und der Landkreis Cloppenburg. „Wir sind ihnen dafür sehr dankbar“, sagte Kathmann. „Und wir danken natürlich auch den Kirchensteuerzahlern, aus deren Etat 7.243.000 Euro kommen“. Das Projekt sei im März im Kirchensteuerrat bewilligt worden, Ende Juli standen die Bagger vor der Tür.

Schulkonzept „Weil Du so wertvoll bist“

Mit dem Umbau setzt das Offizialat als Schulträger das Schulkonzept „Weil Du so wertvoll bist“ um. In den drei anderen kirchlichen Oberschulen in Vechta, Oldenburg und Wilhelmshaven wird es seit einigen Jahren mit großem Erfolg praktiziert, erklärte Schulrat i.K. Heinrich Blömer. Das Konzept beinhaltet neue Stundenplanelemente wie einen offenen Anfang, Wochenanfangs- und abschlusskreise, übendes Lernen, fächerverbindenden Unterricht, integrativen Unterricht für alle haupt- und realschulempfohlenen Kinder und eine enge Zusammenarbeit mit außerschulischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Unsere Lehrkräfte haben in den beiden letzten Jahren viele Fortbildungen absolviert und in anderen Schulen hospitiert. Ohne die Unterstützung durch das Offizialat hätten wir das nie geschafft“, zeigte sie sich überzeugt. Die Umsetzung eines solchen Konzepts benötigt einen deutlich höheren Personaleinsatz und einen größeren Raumbedarf. Doch eine kirchliche Schule erfahre deutlich mehr Hilfe und Anbindung seitens des Trägers als eine staatliche Schule, so Döpkes Erfahrung. „Vierzig Prozent unseres  Investitionsvolumens von über 13 Mio. Euro 2014 fließen in den Schulbereich“, bestätigte Kathmann.  

In Zukunft läuft die Marienschule aufgrund des größeren Raumbedarfs und aufgrund von Absprachen mit der Stadt drei- statt vierzügig weiter, pro Klasse werden nur noch 28 Kinder aufgenommen. „Von jetzt 700 Schülern werden wir uns in einigen Jahren auf 500 verkleinert haben“, sagte Christine Döpke. Viele Familien werden es bedauern. Schon jetzt musste die Marienschule knapp fünfzig Anmeldungen ablehnen.

Ludger Heuer/ Pressestelle Bischöflich Münstersches Offizialat