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16. Oktober 2015 - Vechta

Unterwegs zu den Menschen

BBS Marienhain feiert 50-jähriges Jubiläum: Mit einem Gottesdienst, einem großen Festakt, vielen Ehemaligen und Festgästen feierte heute die Berufsbildende Schule (BBS) Marienhain ihr 50-jähriges Schuljubiläum. Es gebe in der weiten Umgebung wohl keine Einrichtung der Altenpflege oder Kinderbetreuung, die noch keine Absolventen dieser Schule gehabt hätte, sagte Heribert Mählmann, Geschäftsführer der kirchlichen BBS Marienhain Vechta gGmbH.

Weihbischof im Gottesdienst

Ihre Schule hat Großes geleistet, sagte Weihbischof Timmerevers im Gottesdienst.

Schülerinnen der BBS bei einer Spielszene

Schülerinnen beim Trommeln

Jahrzehntelang war die Schule vom Orden Unser Liefen Frau getragen worden. Das Bischöflich Münstersche Offizialat, das 2013 die Schule als alleiniger Gesellschafter einer gGmbH übernommen hatte, sei daher in der Schulgeschichte zeitlich gesehen eher ein Juniorpartner, sagte Mählmann.

Das Doppeljubiläum – 50 Jahre Erzieherausbildung und 25 Jahre Altenpflegeausbildung – sei ein Grund, Gott für diese Schule zu danken, sagte Weihbischof Heinrich Timmerevers im vorab gefeierten Gottesdienst. Die Schule habe seitdem Große geleistet und hervorragende Arbeit gemacht, zollte er ihr Respekt. Sie verbinde mit der Schule viele positive Erfahrungen und eine grundsätzliche Wertschätzung aller Schwestern, unterstrich die ehemalige Schulleiterin Sr. Henriette Kleene. Viele tolle Erinnerungen an ihre Schulzeit an der BBS bestätigte Anneliese  gr. Schlarmann, jetzt Leiterin des katholischen Kindergartens in Handorf-Langenberg. „Wer zu den Menschen unterwegs ist“, griff sie das Motto der Jubiläumsfeier auf, „brauche Herz und Hand“. Eine besondere Atmosphäre geprägt von Offenheit, Interesse, Wertschätzung und Einfühlungsvermögen bestätigte auch Lehrkraft Brigitta Borchert der Einrichtung.

Aus der ehemaligen Landfrauen- und späteren ländlichen Hauswirtschaftsschule war 1964 als erste ihrer Art im Offizialastbezirk Oldenburg eine katholische Fachschule für Kindergärtnerinnen entstanden. Die Schulgründung sei damals angesichts vieler Kindergartenneugründungen einem Bedürfnis in der Region nach einer modernen Erzieherausbildung geschuldet gewesen, skizzierte Oberstudiendirektor Hartmut Pille die BBS, die er seit 1996 leitet. „Als erste Nichtschwester“, lachte er. 1969 wurde sie erweitert um eine Höhere Fachschule für Sozialpädagogik, 1990 kam die Fachschule für Altenpflege hinzu. 610 Schülerinnen und Schüler erlernen hier zurzeit den Erzieher- oder Altenpflegeberuf. Bis 2013 hatte sich die Schule in Trägerschaft des Ordens ULF befunden. „Wir leben noch heute in guter Nachbarschaft zu den Schwestern und vertragen uns gut mit ihnen“, bestätigte Pille in Richtung der anwesenden Provinzoberin Anneliese Stelzmann aus Coesfeld. Den Gruß der Stadt Vechta überbrachte die stellvertretende Bürgermeisterin Dr. Christa Kiene-Schockemöhle. „Altenpflege gewinne immer mehr an Bedeutung“, sagte sie. „Ich freue mich sehr, dass es diese Schule in Vechta gibt“.

Einen heiter besinnlichen Ausklang des Festaktes, der mehrfach durch Spielszenen der Schülerinnen aufgelockert wurde, setzte als Festredner der evangelische Pfarrer und Kabarettist Rainer Schmidt aus Bonn. „Helfen Sie den Kinder nicht zu viel“, mahnte der ohne Arme und mit einem verkürzten Bein zur Welt gekommene Mann seine Zuhörer. „Verwöhnen Sie sie nicht zu sehr, sondern helfen Sie ihnen, Neues zu entdecken. Und vermitteln Sie ihnen Mut und Vertrauen statt Druck und Angst“.

Ludger Heuer, Pressestelle Bischöflich Münstersches Offizialat